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    The Community ENTerprise Operating System (CentOS) Linux is a community-supported enterprise distribution derived from sources freely provided to the public by Red Hat. As such, CentOS Linux aims to be functionally compatible with Red Hat Enterprise Linux. The CentOS Project is the organization that builds CentOS. We mainly change packages to remove upstream vendor branding and artwork.

    For information on CentOS please visit the CentOS website.

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Schon mal einen Esoteriker geärgert?

Ich stehe bei Esoterikern auf „Handauflegen“. Ich denke mir eine Krankheit aus und sage: „Ooooh, meine Niere zwickt heute“. Schon kommt der Esoteriker und will mich heilen. Er legt mir die Hand auf die Nierengegend und bittet mich, mich zu konzentrieren. Ich denke an Einkaufszettel, Steuererklärungen, Weltwirtschaftskrisen und George Bush. Dann nimmt der Esoteriker die Hand weg und sieht mich mit einem fragenden Lächeln an.

Wenn ich den Esoteriker mag, dann sage ich „jetzt ist es weg“. Dann freut sich der Eso, weil er so eine Art Vorstadtchristus ist und sagt bescheiden: „Oh, kein Problem, das war die Macht DEINES Geistes. ICH habe das nur gebündelt.“ Sein Tag ist gerettet!

Will ich dem Esoteriker eins auswischen, dann sage ich: „ich habe nix, aber auch gar nix gemerkt.“ Dann schmollt der Esoteriker und fühlt sich wertlos. Allerdings wollen es dann die anderen Esoteriker im Kreis auch mal probieren und schon habe ich den allerschönsten Wettbewerb im Handauflegen zu laufen.

Der Esoteriker hat ein besonderes Weltbild und glaubt an Alles – – Hauptsache, es ist bar jeglicher Realität und fern jeder rationalen Erklärung. Der Esoteriker ist der festen und unumstößlichen Meinung, dass Jesus in Wahrheit am Nordpol lebt und es unter uns von Venusianern und anderen Weltraumkanaken nur so wimmelt. Die haben sich unter uns blödes Volk gemischt, um uns zu erforschen – – weil eine Rasse, die Lichtjahre durchs All brettern kann, sich für uns interessiert. Klar, andere Jungs haben ihre Ameisenfarm….

Gelegentlich gibt es einen Esoterikertreff und ganz esoterische Esoteriker outen sich dann schon mal als eine Betazed oder anderes exterristisches Geschwaddel. Und wenn ich Kleingläubiger dann frage, wie es sich so auf der Venus in einer Schwefelatmosphäre und brutalstem Atmosphärenüberdruck lebt, dann bekomme ich ein wissendes Lächeln zur Antwort…..

Der echte Esoteriker hat schon 20 mal gelebt, davon wenigstens einmal im klassischen Wiedergeburtsland Ägypten, wo er immer, IMMER wenigtens ein hoher Priester, wenn nicht gar se Pharao himself war. Kein Esoteriker war jemals ein beschissener Sklave oder unterprivilegierter Bauer. Immer nur Chef im Ring bis zu seiner „Umwandlung“.

Esoteriker sterben nämlich nicht, sie gehen „hinüber“ und haben einen „Übergang“, was netter klingt als „verrecken“, „abkratzen“, „den Löffel abgeben“. Deswegen brüllt ein Esoteriker in einer ihm fremden Stadt auch schon mal „das kommt mir alles bekannt vor, ich glaube, ich habe hier schon mal gelebt!“ um sich dann doch zu verlaufen…..

Esoteriker sind ein dankbares Klientel für Verkäufer aller Art! Einem Esoteriker kann man ein komplettes Topfset für aberwitzige 600 galaktische Euros andrehen, indem man frech behauptet, dass Teflon schon von den alten Ägyptern verarbeitet wurde, um die schädliche Magnetstrahlung der Erde aus dem Blumenkohlauflauf zu saugen. Der Esoteriker wird’s glauben, könnte er sich doch bei Skepsis ein wissendes Lächeln vom Verkäufer einhandeln.

Man kann sogar im wahrsten Sinne des Wortes Dreck verkaufen, die Hintergrundstory muss nur passen („diese Erde stammt vom Golgatha. In der Überlieferung stand das Kreuz Jesu darin und diese Erde wurde von maltesischen Templern bis in die 60er Jahre versteckt. Kein Templer bekam jemals Krebs!“).

Das Einzige, wovor der echte Esoteriker wirklich Schiss hat, sind schädliche „Strahlen“. Denn der Eso weiß, dass es von Strahlen nur so wimmelt. Erdstrahlung, kosmische Strahlung, Magnetstrahlung, Elektrostrahlung, Sonnenstrahlung, Ausstrahlung. Gottseidank gibt es für jede Strahlung ein passendes Metall, das je nach Neigung und Strahlung und Fingerspitzengefühl des Schlossermeisters die böseböse Strahlung abwendet oder „bündelt“.
Deswegen erkennen sich echte Esoteriker an den Kupfer-, Eisen-, Gold- oder Bronzearmbändern und natürlich dem wissenden Lächeln.

Esoteriker lächeln nämlich immer wissend. Über uns. Wir Würmer glauben nur das, was wir sehen. Anders der Esoteriker. Natürlich gibt es einen Astralkörper, er ist nur noch nicht nachgewiesen, schließlich konnten Röntgenstrahlen bis vor 200 Jahren auch nicht nachgewiesen werden und waren trotzdem da, nicht?

Und, kennen wir das nicht alle, kaum denkt man an jemanden, da ruft der auch schon an! Klarer Fall von Telepathie. Nicht von „Zufall“. Jedenfalls nicht bei dem Esoteriker, dem das ganzganz oft passiert. Wodurch sich der Schlingel Telefongebühren spart. Und wie oft der Esoteriker schon dachte „diese Kerze müsste ausgehen“ und „schwupp“ ging sie aus, Wahnsinn. Ein Telekinet. Leider kann der Esoteriker gerade dann kein Kunststückchen vorführen, wenn man es verlangt. Nur, wenn’s keiner sieht. Dann klappt es.

Die Hardcore-Esos hören sich gerne Stimmengemurmel aus Radios an und schwören Stein und Bein, dass soeben Tante Berta, die Allmacht hab sie selig, oder Benito Mussolini eine Botschaft durchgegeben haben – auch, wenn sich mit dem Satz „unddannistdiemilchsauergworn“ nicht soooo viel anfangen lässt.

Andere wiederum setzen sich vor ein rundes Brett mit Buchstaben, legen ihre Finger auf ein Glas und drücken es in unterschiedliche Richtungen. Und rätseln, was der Botschafter aus dem Jenseits wohl mit „bkdgejasod“ gemeint haben könnte.
Kann sich keiner der glasschiebenden Hirnis durchsetzen, dann beschließen unsere Wissendgrinser, dass das jetzt ein unreiner Geist war, der noch nicht „das Licht“ gesehen hat und schlagen ihm vor, den Raum zu verlassen. Schließlich will der Esoteriker mit Tante Berta, Mussolini, Jesus oder wenigstens einem Propheten aus der zweiten und dritten Reihe parlieren – und nicht mit einem ungarischen Analphabeten.

Der gemeine Esoteriker begreift sich als winziger Teil eines Ganzen. Er begreift sich nicht als ziemlich dämlicher Teil eines Ganzen.