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Die Geige ist wie manche Instrumente, weiblich. Sie hat einen gefälligen Körperbau. Hinten und vorn mehr oder weniger gewölbt. Sie besteht aus Ober- und Unterkörper. Im Unterkörper sitzen die Zapfen. Sie hat zwei nebeneinanderliegende Löcher, durch die der Ton hindurchgeht. Unten ist der Teil, den man angreift. Die Geige hat Wirbel, an denen man dreht, ehe man anfängt, damit sie in die richtige Stimmung kommt. In der Mitte befindet sich ein Steg, den man streicht. Man kann aber nichts machen, wenn man keinen Bogen hat, denn mit ihm bringt man die Vibrierung hervor. Der Bogen ist wie eine elastische Stange, an welcher sich Haare befinden. Der obere Teil hat die Spitze mit dem Kopf, unten sitzt der Frosch. Wenn man den Bogen gebrauchen will, muß er gespannt sein und vorher eingerieben werden, damit die Stange nicht bricht. Will man geigen, legt man sie vorher in die richtige Lage, indem man sie an die Brust drückt und den linken Arm unter die Mitte des Körpers schiebt. Den Bogen nimmt man in die rechte Hand, setzt ihn an und schiebt ihn hin und her. Man kann stark oder schwach abstoßen, kurze und lange Stöße machen, wie es verlangt wird und wie es das Spiel mit sich bringt. Wenn man zu wild geigt, reißt mitunter ein Haar ab, was aber nicht schadet, denn man kann ungehindert weitergeigen. Bei besonderen Effekten braucht man keinen Bogen, sondern die Finger, indem man pizzicato macht, was entweder mit Zeige- oder Mittelfinger der rechten Hand geschieht. Alte Instrumente sprechen nicht an, neue muß man erst einspielen, was am Anfang einen besonderen Reiz haben kann. Wenn man fertig ist, deckt man das Instrument zu und wischt die Stange mit einem weichen Lappen gut ab.