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    powered by CentOS

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    You are free to use the images below on Apache and CentOS Linux powered HTTP servers. Thanks for using Apache and CentOS!

    [ Powered by Apache ] [ Powered by CentOS Linux ]

    About CentOS:

    The Community ENTerprise Operating System (CentOS) Linux is a community-supported enterprise distribution derived from sources freely provided to the public by Red Hat. As such, CentOS Linux aims to be functionally compatible with Red Hat Enterprise Linux. The CentOS Project is the organization that builds CentOS. We mainly change packages to remove upstream vendor branding and artwork.

    For information on CentOS please visit the CentOS website.

    Note:

    CentOS is an Operating System and it is used to power this website; however, the webserver is owned by the domain owner and not the CentOS Project. If you have issues with the content of this site, contact the owner of the domain, not the CentOS Project.

    Unless this server is on the centos.org domain, the CentOS Project doesn't have anything to do with the content on this webserver or any e-mails that directed you to this site.

    For example, if this website is www.example.com, you would find the owner of the example.com domain at the following WHOIS server:

    http://www.internic.net/whois.html


„Ich glaube, du hast dich – äh, Sie haben sich geirrt! Sie sind bei der falschen Behörde.“

Der leicht angegraute Beamte betrachtete etwas irritiert den jugendlichen Besucher im uniformen Einheitslook: Jeans, T-Shirt, mittellange Haare, Pubertätspickel. So 15 oder 16, schätzte er.

„Ich glaube kaum“, meinte der Jüngling gelassen. „Übrigens: wir können uns gern duzen, wenn Sie wollen.“

Der Beamte überhörte die letzte Bemerkung geflissentlich. „Sie sind hier bei der Rentenantragsstelle“, sagte er, jede Silbe betonend, in der Art, wie man mit einem unvernünftigen kleinen Kind spricht. „Die Berufsberatung befindet sich im Arbeitsamt. “

Hoffnungsvoll schaute er auf die Tür, in der Erwartung, daß der Jüngling den Wink verstehen und sich durch dieselbe hinausbegeben würde. Vergebens.

Er nahm einen neuen Anlauf. „Ich weiss, Berufswahl und Berufsausbildung sind schwere Probleme für die jungen Menschen in diesem unserem Lande.“ (Er hatte am Vorabend im Fernsehen eine Diskussionsrunde mit prominenten Politikern gesehen.) „Aber so gern ich Ihnen helfen würde, Sie sind hier nicht bei der richtigen Dienststelle.“

Der Blick des jungen Mannes wurde noch eine Spur gelangweilter. „Meine Berufswahl habe ich längst getroffen und meine Berufsausbildung ist abgeschlossen. Ich habe Ihnen doch gesagt, daß ich hier bin, um meine Rente zu beantragen.“

„Rente beantragen?? Habe ich richtig gehört?“ Die Stimme des Beamten überschlug sich. „Haben Sie denn überhaupt eine Anwartschaft erworben? Haben Sie schon einmal beruflich gearbeitet?“

Der junge Besucher blieb gelassen – cool, um in der richten Terminologie zu bleiben. „Noch nicht. Aber ich habe durchaus vor, meinen Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit zu verdienen. Allerdings erst in 20 Jahren oder so. Und bis dahin möchte ich ganz gerne meine Rente.“

„Rente? Ich verstehe immer Rente.“ Der Beamte holte tief Luft. „Sie meinen wohl Arbeitslosenunterstützung?“

„Nein, ich meine Rente. R-e-n-t-e.“ In der Stimme des jungen Mannes schwang jene Mischung aus Mitleid, Langeweile und Ungeduld, die nur Teenager im Umgang mit der älteren Generation in dieser Perfektion beherrschen. „Ich erkläre es Ihnen nochmals ganz langsam, zum Mitschreiben.“

Dem Beamten hatte es inzwischen die Sprache verschlagen. „Sie denken immer noch zu konventionell: erst Ausbildung, dann 30 oder 40 Jahre Berufstätigkeit, dann Rente. Aber wir leben in einer Zeit des ständigen Wandels, des technischen Fortschritts, der Innovation. Wir stehen vor immer neuen Herausforderungen und müssen Flexibilität zeigen. “ (Auch er hatte nicht versäumt, sich durch einschlägige Festreden und dito Publikationen zu informieren.)

„Und deshalb möchte ich das alles in einer etwas anderen Reihenfolge: erst einmal die Rente – und dann später die berufliche Tätigkeit!“

Mühsam rang der Beamte nach Atem. „Und was – was für einen Beruf haben Sie sich eigentlich vorgestellt?“

„Ich will Wundergreis werden – eine völlig neue Berufschance, die der technische Fortschritt ermöglicht hat.“

„?????“

„Ich will Ihnen auf die Sprünge helfen. Sie wissen doch, was ein Wunderkind ist: zum Beispiel einer, der kurz nach dem Kindergartenalter ein paar goldene Schallplatten produziert und dann, wenn er in den Stimmbruch kommt, pensionsreif ist. Ich will es umgekehrt machen: erst die Rente und dann später die großen beruflichen Erfolge. Von Ihnen verlange ich nichts als Flexibilität und ein bißchen guten Willen.“

Der Beamte rang um Worte. „Und mit welcher Spezialität wollen Sie als, äh, Wundergreis auftreten?“

In der Stimme des Jünglings schwang Triumph. „Neben meiner zehnjährigen Schulzeit her habe ich im Selbststudium Rechnen gelernt! Ich beherrsche die vier Grundrechenarten mit Bleistift und Papier, kann das kleine Einmaleins auswendig und kann dreistellige Zahlen im Kopf addieren und subtrahieren. Sie sind vielleicht zu alt, um zu begreifen, was das bedeutet! Aber in wenigen Jahrzehnten wird das kein Mensch mehr können – wo doch schon heute von der ersten Grundschulklasse an Taschenrechner und Computer benutzt werden. Und dann werde ich auftreten können. Als vielbestaunter und hochbezahlter Wundergreis. Dann brauche ich keine Rente mehr. Haben Sie jetzt kapiert?“

Der Beamte hatte. Er wollte sich dem Fortschritt nicht verschließen. Tapfer und flexibel stellte er sich der Herausforderung des Wandels. Er griff zum Antragsformular.

P.S. Übrigens: Verzagen Sie nicht, wenn Sie mathematisch weniger begabt sind. Auch wer korrekt lesen und schreiben kann wird in Zukunft gute Chancen haben, ein erfolgreicher Wundergreis zu werden.